Kirkjuböur – Montag, 25.06.2012

Zwei Tage haben wir Torshavn angeschaut, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt, einst Thingplatz in der Wikingerzeit, später Handelsplatz, nun eine blühende Stadt.

1801 hatte Torshavn 554 Einwohner, 1950 hat sich die Zahl auf 5600 verzehnfacht, heute wohnen fast 20000 Menschen im Gemeindegebiet, etwa 40% der Bevölkerung.

Eine hübsche Stadt – gepflegte Holzhäuser, individuelle Baustile, viele Geschäfte, auffallend viele junge Familien. Nahe beim Hafen liegt das historische Stadtviertel, ein Wirrwarr von Gassen und schmalen Durchgängen, von Stufen und Felsen, niedrigen, schwarz geteerten Häusern mit weißen Fensterrahmen und grünen Grasdächern. Torshavn hatte mehr Glück als viele andere Städte, hier hat es nie gebrannt.

Unser Weg führte zum Touristenbüro. Hier bekamen wir eine Menge Informationsmaterial, erfuhren, dass die rote Buslinie innerhalb Torshavns fährt und kostenlos ist. Mit der blauen Linie kommt man fast überall auf den Inseln hin.

Am Nachmittag hatten wir noch genügend Zeit, mit dem Bus nach Kirkjuböur zu fahren. Im Mittelalter war hier das kirchliche und kulturelle Zentrum, es war Bischofssitz. Der ehemalige St. Magnusdom, heute eine gut erhaltene, eindrucksvolle Ruine, erinnert daran.

`Nach Hause` führte ein alter Wanderpfad über den Berg Kirkjuböreyn. Früher liefen hier die Bewohner zum Thing nach Torshavn. Als Wegweiser dienten Steintürmchen. Auf dem Bergrücken befanden wir uns in einer Art Mondlandschaft, einer großartigen Landschaft mit idyllischen Seen. Von hier hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Inseln Sandoy, Hestur, Koltur und Vagar. Nach zwei Stunden waren wir am Ziel.

 

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