Visby 23. -25.05.2013

Vor zwei Jahren, als wir in Visby waren, befanden wir uns auf der Heimfahrt. Damals hat es nur zu einem kurzen Spaziergang durch die Stadt gereicht. Dieses Jahr ist das anders. So viele Hafentage waren ursprünglich nicht geplant – das Wetter hält uns fest. Das größte Problem ist der Wind aus NO – unserer Richtung, ein Tag sehr wenig Wind, dann Böen bis 30 kn. Mit Schaudern stelle ich mir die Wellen dazu vor…Immerhin sind es 40 sm bis Färösund. Danach kommt die Überfahrt nach Finnland – ca. 140 sm – da muss das Wetter schon passen.
Übermäßig traurig sind wir darüber nicht. So haben wir viel Zeit, uns das hübsche, mittelalterliche Visby anzuschauen, die Stadt der Rosen und Ruinen. Um die alte Stadt, direkt am Hafen gelegen, zieht sich eine gut erhaltene Mauer herum. Unterbrochen wird sie von zahlreichen Wachtürmen in gutem Zustand. Auf ein paar kann man hochsteigen und die herrliche Aussicht auf Stadt, Land und Meer genießen. Die Stadt muss einst sehr wohlhabend gewesen sein. Vielleicht ist sie das immer noch.

Stadtmauer von Visby

Stadtmauer von Visby

Sie ist gut auf Touristen eingestellt. Restaurants, Bars, Hotels und jede Menge Lädchen säumen den Weg auf altem Kopfsteinpflaster. Viele Menschen sind bis spät in der Nacht unterwegs.
Am Freitag waren wir mit dem Bus unterwegs. Unser Ziel war in der Nähe der Högklint – Klippen. Ursprünglich wollten wir von Vibble zu den Klippen und wieder zurück laufen. Der Busfahrer hat sich mit einem Fahrgast unterhalten und uns dann einen Rundweg vorgeschlagen. Die Fahrt mit dem Bus wurde dadurch etwas länger – die höheren Fahrkosten hat uns der freundlich lächelnde Fahrer erlassen. Ich liebe diese Menschen!
Der ca. dreistündige Spaziergang hat uns sehr gutgetan. Die Aussicht von den 48 m hohen Kalkklippen war sehenswert. Der 1,5 km lange Weg entlang der Felsen wird im Reiseführer beschrieben mit: Auf Klippenpfaden zu Räuberhöhlen, Unterschlupf für Räuber und Schmuggler. Hier sind wir am richtigen Platz ;-).

Högklint auf Gotland

Högklint auf Gotland

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