Leuchtende Tage:

nicht weinen,  weil sie vorüber,

sondern lächeln, dass sie gewesen.

Rabindranath Thakur

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21.09.2015 Hafentag in Rendsburg

Auf – und Ausräumen. Morgen geht’s nach Hause.

Segeln ist, die schöne Seite des Lebens zu erleben.

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20.09.2015 Von Brunsbüttel nach Rendsburg 36 sm

Kanalfahrt. Es sind immer noch etliche Segelboote in beide Richtungen unterwegs.

Ende der Reise. Nach 2890 sm und 148 Tagen an Bord schließt sich der Kreis beim Obereider – Yachtservice in Rendsburg.

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19.09.2015 Von Helgoland nach Brunsbüttel 54 sm

An unserem letzten Segeltag hatten wir leider zu wenig Wind. Ja, ich weiß, man kann es uns nicht recht machen. Doch mit drei Bft und raumem Wind waren wir zu langsam um zu segeln. Wir hätten Brunsbüttel nicht erreicht gehabt, bevor die Tide gekippt wäre. In den letzten 1,5 Stunden nahm der Wind auf vier Bft zu, wir setzten noch einmal die Genua und machten gute Fahrt.
Unterwegs haben wir große Schwärme mit Zugvögeln beobachtet. Wie ein Fischschwarm bewegte sich einer über Scharhörn, der 2,6 qkm großen Vogelschutzinsel vor Cuxhaven. Andere Schwärme formierten sich in klassischer V – Form. Sie sind – wie wir – auf dem Weg in den Süden.
Und nun haben sich die Tore der Brunsbüttler Schleuse hinter uns geschlossen. Die große Freiheit der Meere ist für uns ausgesperrt.

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15. – 18.09-2015 Weitere Hafentage auf Helgoland

Freitag:

Ein paar Boote haben die Gelegenheit genutzt, Helgoland zu verlassen. Draußen steht noch eine ordentliche Welle, es gibt noch starke Böen. Wir entschlossen uns zu einem letzten Hafentag auf Helgoland.
Wir erledigten die letzten Einkäufe, machen uns gleich auf, um endlich an den Klippen entlang zur langen Anna zu laufen, im Sonnenschein. Heute Abend gehen wir ins Kino (wir haben Nachholbedarf), es läuft ‘Mission: Impossible – Rogue Nation’.
Der Halunder kam wieder – die Massen strömen wieder.

Donnerstag:

Heute war der absolute Sturmtag. Böen über 45 Kn ließen die Boote auf dem Wasser tanzen. Die Snow Goose wurde gegen den Steg gedrückt, alle Fender waren im Einsatz. Im Boot war es ruppig. Am Besten auszuhalten war es in der waagerechten Stellung. Und das taten wir auch. Denn der Weg über den Steg an Land war beschwerlich. Breitbeinig suchten wir, uns im Gleichgewicht zu halten. Das sah ungefähr aus wie das Gegenteil von einem Catwalk. Wir verbrachten einen gemütlichen Tag an Bord mit lesen, lesen, lesen…herrlich!
Als gegen Nachmittag der Wind weniger wurde, regnete es. Wir blieben an Bord und lasen.
Heute kam der Halunder Jet nicht.

Mittwoch:

Das Zeitfenster, um nach Cuxhaven zu segeln, war nicht das ‘Richtige’. Weiterhin Wind gegenan, tagsüber etwas weniger, abends zunehmend. Wir verbrachten einen weiteren Tag auf Helgoland.
Am Nachmittag besuchten wir Helgoland’s Kino. Jawohl, das gibt es. Richtiges Kino, mit roten Samtkissen und ca.30 Plätzen in der Nordseehalle. Wir schauten ‘Fack ju Göhte 2′ an. Den ersten Teil fand ich origineller. Anschließend, nach einem kleinen Spaziergang, gingen wir zum Heimatabend. Die Helgoländer Songer, ein reiner Männerchor mit weiblicher Leitung, sangen Shanti Lieder, ein Trachtenverein führte die Helgoländer Trachten vor und eine Tanzgruppe gestaltete den Abend mit. Die Leiterin des Chores und ihr Partner mit Gitarre, traten ebenfalls auf. Super Stimme, gute Musik.
Der Chor sang teilweise auf helgoländisch. Wir hatten keine Chance, ein Wort zu verstehen.

Dienstag:

Wir warten – darauf, dass der Wind nachlässt und seine Richtung ändert.
Ein schöner, alter Zweimaster, ca. 20 m lang, legte hier im Südhafen ab, um im Binnenhafen zu tanken. Auf dem Rückweg kämpfte er sich durch die Wellen. Der Bug wurde weit nach oben aus dem Wasser gehoben, verharrte kurz und knallte zurück auf das Meer – immer wieder. Bei einem solchen Schiff sieht das schon übel aus. Es wirkte mühsam und zäh.
Wir warten – evtl. tut sich morgen ein Zeitfenster auf. Der Hafenmeister meint zwar – nee, vor Freitag is nich. Und wer kann, solle eh zwei Tiden abwarten. So lange bräuchte das Meer, um nach so viel Wind wieder ruhiger zu werden.
Wir bummelten ausgiebig durch die Lädchen. Der Schnellfähre Halunder ist angekommen. Doch auch er legt nicht, wie üblich, an der Außenseite des Westdammes an, sondern im geschützteren Südhafen an der Westkaje.

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14.09.2015 Hafentag auf Helgoland

Schön, nochmals auf dieser besonderen Insel zu sein – immer wieder ein Erlebnis. Nach dem langen Ausschlafen heute Morgen, machten wir uns auf den Weg zur Düne. Alle halbe Stunde fährt eine kleine Fähre hinüber. Ein Spaziergang führte um die ganze Insel herum. Viele Seehunde und Robben, getrennt an verschiedenen Plätzen, lagen gemütlich im Wasser oder am Strand. Bis auf 30 m darf man sich den Tieren nähern. Einige Seehunde spielten und schmusten miteinander. Wie es aussah meist Mutter mit Kind, ein berührender Anblick.

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12./13.09.2015 Von Vlieland nach Helgoland / D 129 sm

Unsere letzte Nachtfahrt für diesen Törn war richtig schön. Wind aus SO, anfangs 4 – 5 Bft, später 3 – 4. Die Strömung hatten wir seltsamerweise die meiste Zeit mit uns. Wir machten gute Fahrt und brauchten den Motor nur zum Ab – und Anlegen. Selbst als wir am Morgen nur noch drei Bft hatten, kamen wir flott voran. Strömung, halber Wind und meine perfekt getrimmten Segel (ähem!) ließen uns trotz Backbordbug (ist nicht die Schokoladenseite der Snow Goose) gut vorwärts kommen.
Wir sind wieder in der Zivilisation. Walter wurde in der Nacht von einem Vermessungsschiff auf Trab gehalten. Wir wissen nicht, wie die Arbeit auf einem solchen Boot aussieht. Jedenfalls ändern sie häufig und spontan den Kurs. Wir als Hobbywasserteilnehmer weichen selbstverständlich aus. Nur sind wir unter Segel bedingt schnell und flexibel. Ein paar Wasserstraßen mussten wir kreuzen. Bei unserem Tempo war das entspannt. Zum Glück sieht man auf dem Plotter, wann genau der Punkt ist, an dem man auf einen Frachter o. ä. treffen würde und hat genügend Zeit, der Begegnung aus dem Weg zu gehen.
Helgoland war lange Zeit nicht zu erkennen. Die Insel lag in dickem Dunst. Am 1.5. hatten wir sie dieses Jahr verlassen. Erstaunlich, wie rasch die Zeit wieder vergangen ist.

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11.09.2015 Hafentag auf Vlieland

Vor drei Jahren kamen wir am 12.09. auf Vlieland zum Übernachten an. Der Hafen war ziemlich leer. Im Ort wurden die Geschäfte geschlossen, als wir gegen 18 Uhr dorthin liefen. Alles wirkte sehr verschlafen. Ganz anders dieses Jahr. Im Hafen ist viel los, obwohl es genügend Plätze in der großen Marina gibt. Hauptsächlich liegen hier holländische Boote – klar, und deutsche. Sogar ein norwegischer Katamaran ist noch unterwegs.
Im Ort sind viele Touristen unterwegs, die Cafes und Restaurants sind gut besucht. An den Tischen im Freien sitzen die Menschen, genießen die Sonne und diverse Getränke. Walter musste mit mir eine Menge Lädchen angucken.
Morgen geht’s weiter Richtung Helgoland.

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10.09.2015 Hafentag auf Vlieland

Ein Tag Zwangspause – über den wir nicht unglücklich sind. Der Ostwind bläst uns immer noch stramm entgegen. Mittlerweile haben wir uns entschieden, entweder nach Helgoland oder nach Cuxhaven zu segeln. An der westfriesischen Küste entlang sind wir vor drei Jahren gefahren. Das waren Etmale von 50 bis über 60 sm. Das ganze Stück hintereinander war ziemlich anstrengend. Wir machen noch eine Nachtfahrt und sind dann nah bei Snow Goose’ Winterlager.
Heute haben wir uns ausgeruht. Der Hafen ist recht voll. Gestern lagen hier etliche alte Segelschiffe mit vielen Jugendlichen darauf. Da war Leben im Hafen. Auch sonst legen viele Boote zur gleichen Zeit ab – vermutlich mit dem Ziel Ijsselmeer. Am Nachmittag kommen einige an. Vor drei Jahren war der Hafen nahezu leer.

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09.09.2015 Von Den Helder nach Vlieland 36 sm

Und weiter ging die Reise. Obwohl wir noch recht müde waren von der Überfahrt von England, legten wir ab Richtung Vlieland. Durch das flache Molengat fuhren wir unter Motor. Bei vorlichem Wind unter Segel wären wir nicht sicher manövrierfähig gewesen. Nach einer Stunde waren wir durch, wir hießten die Segel. An der Insel Texel vorbei fuhren wir in nördliche Richtung, der Ostwind und die Strömung brachten uns flott vorwärts. Doch leider mussten wir bald östlichen Kurs nehmen, es war wieder so weit. Wind NO mit 5 Bft baute kurze, harte Wellen auf. Wir waren wieder auf Am – Windkurs. Mit Großsegel und Genua im ersten Reff konnte Jürgen, die Windfahne, trotzdem sehr gut den Kurs halten. Wir waren mit bis über sieben Knoten Geschwindigkeit unterwegs. Wir kreuzten, selbst in der Fahrwasserstraße zur Marina von Vlieland. Das war kein Problem, die Straße ist breit und wir waren alleine unterwegs und behinderten niemanden. Die Strömung war die gesamte Zeit mit uns. Selbst auf der Zufahrt zur Marina auf Vlieland hatten wir noch zwei Knoten mit. Der Hafenmeister von Den Helder hatte uns den Tipp gegeben, 1,5h nach Hochwasser-Helgoland  loszusegeln. Herzlichen Dank dafür.

Mehr Sand als Wasser - Einfahrt nach Vlieland

Mehr Sand als Wasser – Einfahrt nach Vlieland

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